Schaumlöscher zur effizienten Brandbekämpfung

Der Feu­er­lö­scher ist ein klei­nes, trag­ba­res Lösch­ge­rät. Zur sofor­ti­gen Erkenn­bar­keit ist er gene­rell rot gefärbt. Seine runde Form ergibt sich aus der übli­chen Kon­struk­tion eines Druck­be­häl­ters. Ange­sichts sei­ner nur einige Sekun­den lan­gen Betriebs­dauer dient er aus­schließ­lich der Bekämp­fung von Entstehungsbränden.

Wo sind Feu­er­lö­scher gesetz­lich vor­ge­schrie­ben bzw. empfohlen?

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Schaum­lö­scher Elro 6 Liter

Die gesetz­lich vor­ge­schrie­bene Ver­pflich­tung, Hand­feu­er­lö­scher ein­zu­bauen, besteht gene­rell in allen Pro­duk­ti­ons­räu­men und Werk­stät­ten. Dies ist in den Bestim­mun­gen des betrieb­li­chen Brand­schut­zes gere­gelt. Betrof­fen sind aber auch alle öffent­li­chen Ein­rich­tun­gen wie Kinos, Schu­len, Thea­ter, Sport­stät­ten, Kin­der­gär­ten etc., in denen sich viele Men­schen gleich­zei­tig auf­hal­ten. Bei ent­spre­chend gro­ßen Gebäu­den die­ser Art sind diese Hand­feu­er­lö­scher eine Unter­stüt­zung der instal­lier­ten Feu­er­lösch­an­lage und die­nen der Bekämp­fung eines Brand­aus­bru­ches oder einer klein­flä­chi­gen Ent­zün­dung.
Emp­foh­len wer­den Feu­er­lö­scher jedoch fast über­all. Jeder Mensch, der in sei­nem Auto einen Hand­feu­er­lö­scher mit­führt, kann zum Ret­ter im Not­fall wer­den. In Gara­gen­hö­fen sind Hand­feu­er­lö­scher seit 1994 nicht mehr vor­ge­schrie­ben, aber eine drin­gende Emp­feh­lung. In Gar­ten­lau­ben und Wochen­end­häu­sern, die oft­mals nur unzu­rei­chend an eine Was­ser­ver­sor­gung ange­schlos­sen sind, kön­nen sie das Schlimmste bei einem Ent­ste­hungs­brand ver­hin­dern.
Ihre Über­prü­fung ist bei beste­hen­der Feu­er­lö­scher­pflicht im zwei­jäh­ri­gen Rhyth­mus gesetz­lich vor­ge­schrie­ben. Bei der frei­wil­li­gen Instal­la­tion eines Feu­er­lö­schers obliegt diese Sorg­falt dem Eigentümer.

Wel­che Arten von Feu­er­lö­schern gibt es?

In Feu­er­lö­schern wer­den unter­schied­li­che Lösch­mit­tel ver­wen­det. Ihre Löschwir­kung bezieht sich auf die Art von Brän­den, wel­che in Brand­klas­sen unter­teilt sind. Deren Grund­ein­tei­lun­gen bezie­hen sich auf A für Fest­stoffe, B für Flüs­sig­kei­ten, C für Gase, D für Metalle und F für Spei­se­fett. Die Brand­klasse E für elek­tri­sche Anla­gen exis­tiert nicht mehr. Dort dür­fen unter Ein­hal­tung des nöti­gen Sicher­heits­ab­stan­des alle Feu­er­lösch­ge­räte ver­wen­det wer­den. Die Ver­wen­dung des Gerä­tes einer unge­eig­ne­ten Brand­klasse kann zu gefähr­li­chen Brand­er­wei­te­run­gen und Explo­sio­nen füh­ren.
Die gene­rel­len Grund­for­men von Feu­er­lö­schern sind Pul­ver­lö­scher und Schaumlöscher.

Über wel­che Beson­der­hei­ten ver­fü­gen Schaumlöscher?

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Elro Feu­er­lösch­spray

Pul­ver­lö­scher gal­ten lange Zeit als das ein­zige Mit­tel zur Bekämp­fung von Ent­ste­hungs­brän­den. Ihr Prin­zip besteht darin, bei der Aus­lö­sung das Lösch­mit­tel unter hohem Druck explo­si­ons­ar­tig abzu­ge­ben. Unge­übte waren meist so über­rascht von die­ser Aktion, dass die Wir­kung des Löschers unzu­rei­chend blieb.
Schaum­feu­er­lö­scher arbei­ten mit wesent­lich gerin­ge­rem Druck des Schau­mes und sind des­halb viel leich­ter zu hand­ha­ben. Beson­ders bei Brän­den an fes­ten Stof­fen und Flüs­sig­kei­ten erzielt der Schaum eine sehr gute Löschwir­kung. Nur in der Brand­klasse C, also bei Gasen, dür­fen sie nicht ver­wen­det wer­den. Als prak­ti­sches Mit­tel zum Löschen von Enste­hungs­brän­den hat sich Feu­er­lösch­spray bewährt, das gezielt und fle­xi­bel ein­ge­setzt wer­den kann.
Das Lösch­mit­tel Schaum befin­det sich in einer Kar­tu­sche, die sich erst beim Ein­satz öff­net. Des­halb ist der Ver­schmut­zungs­grad wesent­lich gerin­ger als bei Pul­ver­lö­schern und der Ein­satz eines Schaum­lö­schers erleich­tert die spä­tere Rei­ni­gung der Brand­stelle. Schaum­lö­scher gel­ten des­halb auch als beson­ders umwelt­freund­lich.
Bei der Anschaf­fung eines Schaum­lö­schers ist es wich­tig, sich an der Halt­bar­keit der Kar­tu­sche zu kon­zen­trie­ren. Hoch­wer­tige Schaum­kar­tu­schen hal­ten 6 bis 8 Jahre. Da der Ersatz die­ser Kar­tu­schen sehr kos­ten­in­ten­siv ist, wird ein Schaum­lö­scher mit 2 Jah­ren Halt­bar­keit schnell zum Kos­ten­fak­tor.
Universal-Schaumfeuerlöscher sind jedoch nicht frost­si­cher. Bei mög­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren unter null Grad Cel­sius ist die Ver­wen­dung von frost­si­che­ren Schaum­lö­schern oder alter­na­tiv von Pul­ver­lö­schern erforderlich.

Wo wer­den Schaum­lö­scher verwendet?

Ihr uni­ver­sel­ler Ein­satz ermög­licht die Ver­wen­dung, außer bei Brand­klasse C, bei­spiels­weise in fol­gen­den Bereichen:

  • Pro­duk­ti­ons­räume und Werkstätten
  • Büros, Pra­xis­räume und Labore
  • Öffent­li­che Einrichtungen
  • Land­wirt­schaft und Futtermittelindustrie
  • Pri­vat­be­reich (Haus­halte, Fahr­zeuge, Gara­gen, Gar­ten­lau­ben etc.)

Damit sind Feu­er­lö­scher mit Schaum als ein­ge­setz­tes Lösch­mit­tel nahezu über­all einsetzbar.

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