Löschdecken im Haushalt und in der Gastronomie

Feuer und Brände stel­len in allen Berei­chen des all­täg­li­chen Lebens eine stän­dige Gefahr dar. Aus die­sem Grund gehört ein gut geplan­tes Kon­zept zum Brand­schutz grund­sätz­lich dazu - ob im Pri­vat­be­reich oder in Unter­neh­men und Gewerbe. Die­ses Kon­zept beinhal­tet neben der Ent­wick­lung und Aus­wei­sung geeig­ne­ter Flucht­wege auch die Bereit­stel­lung geeig­ne­ter Mit­tel zur Brand­be­kämp­fung sowie ein effek­ti­ves Sys­tem von Rauchmeldern.

Mit­tel zur Bekämp­fung von Bränden

Löschdecke aus Glasfaser

Lösch­de­cke aus Glasfaser

Die klas­si­schen Mit­tel, mit denen sich kleine Brände im häus­li­chen Bereich löschen las­sen, sind Feu­er­lö­scher und Lösch­de­cken. Feu­er­lö­scher sind in unter­schied­li­chen Grö­ßen und für ver­schie­dene Arten von Brän­den erhält­lich.
Lösch­de­cken sind ein sehr fle­xi­bles und schnell wir­ken­des Mit­tel zum Ersti­cken klei­ner Brände. Es gibt sie in meh­re­ren Grö­ßen für unter­schied­li­che Ein­satz­zwe­cke.
Als Früh­warn­sys­tem sind außer­dem Rauch­mel­der unent­behr­lich. Gerade in Räu­men, in denen sich aktu­ell nie­mand auf­hält, sowie in Schlaf­räu­men war­nen sie ohne Zeit­ver­lust und effek­tiv vor Rauch und somit vor einem begin­nen­den Feuer.

Für alle diese Mit­tel gilt: der Ein­satz bzw. das Vor­hal­ten von Lösch­de­cken ist nicht nur rat­sam, son­dern in öffent­li­chen und gewerb­lich genutz­ten Gebäu­den auch gesetz­lich vorgeschrieben.

Wor­aus beste­hen Löschdecken?

Diese Decken wer­den aus feu­er­fes­ten und brand­hem­men­den Mate­ria­lien her­ge­stellt. Dazu gehö­ren Glas­fa­ser­ge­webe, Nomex, Kev­lar und andere Fasern, die auf das Grund­ma­te­rial der Lösch­de­cke, häu­fig Wolle oder Baum­wolle, auf­ge­bracht wer­den. In frü­he­ren Jah­ren wurde auch noch Asbest ver­wen­det, was nun, da des­sen gesund­heits­ge­fähr­dende Wir­kung bekannt ist, nicht mehr der Fall ist.

Anwen­dungs­bei­spiele

Einweg-Löschdecke

Einweg-Löschdecke

Der Ein­satz der Lösch­de­cken bie­tet sich über­all dort an, wo ein klei­nes Feuer schnell durch das Über­wer­fen der Lösch­de­cke erstickt wer­den kann. Ein bren­nen­der Koch­topf oder Papier­korb sind klas­si­sche Bei­spiele - hier wird die Decke über den bren­nen­den Gegen­stand gelegt und unter­bricht die Sau­er­stoff­zu­fuhr - das Feuer erstickt. Für Elek­tro­ge­räte, her­un­ter­ge­fal­lene Ziga­ret­ten und Ker­zen eigen sich die Decken ebenso gut.
Im Gas­tro­no­mie­be­reich, wo die Decken gesetz­lich vor­ge­schrie­ben sind, spie­len sie eine wich­tige Rolle, denn gerade dort kommt es häu­fi­ger zu Fett- oder Ölbrän­den. Fett und Öl dür­fen kei­nes­falls mit Was­ser gelöscht wer­den, da das Was­ser mit dem Fett rea­giert und explo­si­ons­ar­tig in die Höhe schießt. Das Ersti­cken mit einer Lösch­de­cke ist der beste Weg einen Fett­brand zu löschen.

Wie genau wer­den Lösch­de­cken eingesetzt?

Sie müs­sen so gela­gert wer­den, dass sie sofort griff­be­reit sind. Dann wer­den sie
ein­fach her­aus­ge­zo­gen, mit einer ein­zi­gen Bewe­gung ent­fal­tet und nun so über das Feuer gelegt, dass sie es voll­stän­dig bedeckt. Es darf von kei­ner Seite mehr Sau­er­stoff an den Brand­herd gelan­gen.
Wich­tig ist außer­dem, dass die Decke eine gewisse Zeit lie­gen­bleibt, damit das Feuer rest­los erstickt wird. Ansons­ten könn­ten kleine Brand­nes­ter nach dem Hoch­he­ben der Decke wie­der auf­flam­men. Gerade bei Fett­brän­den und Feuer in Elek­tro­ge­rä­ten kann es eine Weile dau­ern, bis alle Brand­nes­ter erstickt sind.
Jede Decke sollte nur ein­mal ver­wen­det wer­den, auch wenn das Feuer klein war und die Decke äußer­lich noch intakt erscheint. Die Wider­stands­fä­hig­keit des feu­er­fes­ten Mate­ri­als kann beein­träch­tigt sein. Da die Decken gene­rell sehr preis­güns­tig sind, sollte hier nicht am fal­schen Ende gespart werden.

Unter­schied­li­che Aus­füh­run­gen der Löschdecken

Die Decken sind in meh­re­ren Grö­ßen erhält­lich. Wäh­rend für einen Pri­vat­haus­halt klei­nere Modelle von 1 x 1 Meter aus­rei­chen, sind zum Bei­spiel in der Gas­tro­no­mie Decken von 1,6 x 1,8 Metern vor­ge­schrie­ben. Wer jedoch auch zu Hause auf Num­mer sicher gehen möchte, wählt eine etwas grö­ßere Decke - und das Feuer hat keine Chance.

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